Mehrzweckschiff „Scharhörn“ getauft
Die neue „Scharhörn“ ist rund 105 Meter lang. Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Auf der Nord- und Ostsee kommt es immer wieder zu Bränden, Motorausfällen und Ölverschmutzungen. In Notfällen helfen Schiffe wie die „Scharhörn“.
Rostock/Kiel. Das neue Mehrzweckschiff des Bundes ist in Rostock-Warnemünde getauft worden. Der Bund kann die „Scharhörn“ bei Notfällen auf der Nord- und Ostsee wie Bränden, Motorausfällen und Ölverschmutzungen einsetzen, wie die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mitteilte. Heimathafen der „Scharhörn“ ist Kiel.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sagte laut Mitteilung, moderne Einsatzschiffe seien unverzichtbar, um auf Havarien schnell, wirksam und umweltgerecht reagieren zu können.
Die „Scharhörn“ wurde auf der Werft von Abeking & Rasmussen im niedersächsischen Lemwerder gebaut. Stahlbauarbeiten wurden zuvor in einer litauischen Partnerwerft getätigt. Die Kosten des Schiffs gehen aus der Mitteilung der Behörde nicht hervor. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung hatte die Kosten während der Bauphase auf mehr als 600 Millionen Euro geschätzt.
Der Bund hat insgesamt vier Mehrzweckschiffe: Die „Scharhörn“ und die „Arkona“ sind an der Ostsee stationiert, die „Mellum“ und die „Neuwerk“ an der Nordsee. Nach der „Scharhörn“ werden auch die „Mellum“ und die „Neuwerk“ mit Neubauten ersetzt.
Die „Scharhörn“ ist rund 105 Meter lang und soll den Angaben nach als erstes Mehrzweckschiff des Bundes ein Hubschrauberlandedeck aufweisen. Das Schiff fährt mit Flüssigerdgas, kurz LNG, und soll künftig auch mit synthetischem Methan betrieben werden können.
Die „Scharhörn“ soll als erstes Mehrzweckschiff des Bundes über ein Hubschrauberlandedeck verfügen. Foto: Bernd Wüstneck/dpa