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Streit um Buchhandlungspreis

PEN Deutschland zu Buchhandlungspreis: „Wehret den Anfängen“

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer steht wegen der Entscheidung in der Kritik. (Archivbild)

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer steht wegen der Entscheidung in der Kritik. (Archivbild) Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Drei linke Buchläden fliegen aus der Liste für den Buchhandlungspreis. PEN Deutschland warnt deshalb vor politischer Einflussnahme und zieht einen Vergleich zu den USA.

Von dpa 09.03.2026, 12:35 Uhr
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Berlin/Darmstadt. Die Autorenvereinigung PEN Deutschland betrachtet mit großer Sorge die Entscheidung, drei Buchläden von der Liste für den Deutschen Buchhandlungspreis zu streichen. „Nicht nur der Preis ist damit beschädigt, sondern das Ansehen einer ganzen Branche – und das unserer politischen Entscheider“, teilte PEN Deutschland in Darmstadt mit. 

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hatte in der vergangenen Woche wegen „verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse“ drei linke Buchläden von der Liste für den Deutschen Buchhandlungspreis gestrichen. Öffentlich ist nicht bekannt, was gegen die drei Läden in Berlin, Bremen und Göttingen vorliegt. Die Betroffenen wollen vor Gericht ziehen. Der Deutsche Buchhandlungspreis für etwa 100 besonders engagierte kleine Buchläden ist mit Preisgeldern von 7.000 bis 25.000 Euro dotiert.

„Wehret den Anfängen – ansonsten werden wir im Handumdrehen ‚amerikanische‘ Zustände haben“, sagte PEN Deutschland-Präsident Matthias Politycki. „Die jeweils regierende Partei kuratiert das kulturelle Angebot, sei’s in zeitlicher Abfolge, indem sie die Entscheidungen der Vorgängerregierung revidiert, sei’s in räumlicher Hinsicht, indem das kulturelle Angebot von Bundesland zu Bundesland völlig anders bemessen wird.“ Die Meinungsfreiheit umfasse auch die Freiheit der Buchhändler.

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