Zähl Pixel
Persönliche Erklärung

Gegen ihre Überzeugung: Darum stimmte Vanessa Zobel für das Rentenpaket

Persönliche Erklärung zum Rentenpaket: CDU-Bundestagsabgeordnete Vanessa Zobel.

Persönliche Erklärung zum Rentenpaket: CDU-Bundestagsabgeordnete Vanessa Zobel. Foto: Bundestagsbüro Vanessa Zobel

CDU-Bundestagsabgeordnete Vanessa Zobel hat dem Rentenpaket zugestimmt - obwohl sie von den Plänen nicht überzeugt ist, wie sie in einer persönlichen Erklärung zur Rente mitteilt. Das ist der Grund.

Von Redaktion Samstag, 06.12.2025, 09:50 Uhr

Landkreis. Der Deutsche Bundestag hat am Freitag über das neue Rentenpaket entschieden. Auch Vanessa Zobel, CDU-Bundestagsabgeordnete für Stade I-Rotenburg II, hat dem Gesetz zugestimmt - entgegen ihrer Überzeugung.

Vanessa Zobel kritisiert die Rentenpläne

„Ich habe dem Paket zugestimmt, weil ich Verantwortung für unser Land übernehme. Nach 200 Tagen eine Regierungskrise heraufzubeschwören, wäre das falsche Signal gewesen“, erklärt Vanessa Zobel.

Gleichzeitig kritisiert sie die Rentenpläne scharf: „Teure Rentenzusagen über das Jahr 2031 hinaus waren nicht Teil unseres Koalitionsvertrags - und gerade für die junge Generation nicht bezahlbar. Als zweifache Mutter fällt mir das besonders schwer.“

Faire, zukunftsfeste Rente gefordert

Die CDU-Abgeordnete aus Bremervörde fordert einen ehrlichen Blick auf die demografische Realität: „Wir können nicht immer mehr Steuergeld in ein kaputtes System pumpen. Dieses Schneeballsystem muss endlich reformiert werden. Was wir brauchen, ist eine zukunftsfeste Rente, die fair ist und für die Jungen bezahlbar.“

Protokollerklärung zur Abstimmung abgegeben

Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus der Union hat Vanessa Zobel deshalb eine Protokollerklärung zu ihrer Abstimmung abgegeben. Für sie ist klar: „Die Rentenkommission, die 2026 ihre Arbeit aufnimmt, muss echte Reformvorschläge machen. Und wir müssen bereit sein, auch unbequeme Wege zu gehen.“

„Jetzige Reform ist kein Endpunkt“

Ihr Vertrauen gelte Bundeskanzler Friedrich Merz: „Ich nehme ihn beim Wort. Die jetzige Reform ist kein Endpunkt, sondern der Anfang eines überfälligen Kurses hin zu mehr Generationengerechtigkeit, Wachstum und Arbeit.“ (sal)

Copyright © 2025 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

P
Peter Exner
06.12.202511:26 Uhr

In Österreich erhalten Rentner mindestens 460 € mehr als vergleichbare Rentner in Deutschland. Wie ist das möglich? Z. B. zahlen auch Selbstständige und Freiberufler ein und der Steuerzuschuss ist im Vergleich zum BIP wesentlich höher als hierzulande. Außerdem: Wer sagt denn, dass eine Gesellschaft ihre Rentner hautpsächlich aus deren Rentenbeiträgen versorgen muss. Das ist eine politische Entscheidung. Auch eine kapitalgedeckte Rente muss vom Lohn finanziert werden. Steigt der dann? Und wer möchte schon seine Altersversorgung an einen volatilen Aktienkurs koppeln? Es geht nicht um Gerechtigkeit zwischen Jung und Alt, sondern zwischen Arm und Reich! Man löst das Rentenproblem nicht dadurch, dass man die Rentner in die Grundsicherung treibt. Und der Wirtschaft hilft man dadurch schon mal gar nicht auf die Beine.

J
Jochen Mextorf
06.12.202509:59 Uhr

EU-Nachbarn lachen sich weg über die Hungerrenten der Deutschen. Warum fragt man nicht mal nach, wenn man keine eigenen Ideen hat?

<< < 1 2 > >>
Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel