Sperrungen, „Lebensgefahr“: Das passiert aktuell im Neukloster Forst
Spaziergänger aufgepasst: Im Neukloster Forst werden wegen massiver Baumfällungen und dem Einsatz schwerer Maschinen viele Wege gesperrt. Foto: Niedersächsische Landesforsten
Teils 120 Jahre alte Bäume müssen weichen, Trampelpfade sollen am liebsten verschwinden: Das Forstamt wendet sich direkt an Spaziergänger.
Neukloster. Spaziergänger im Wald müssen im Neukloster Forst in der nächsten Zeit mit Sperrungen rechnen: Baumriesen werden gefällt. Sie sollen Platz für eine neue Waldgeneration machen. Das Forstamt Harsefeld fällt die teils 120 Jahre alten Bäume im Rahmen der Langfristigen Ökologischen Waldentwicklung (LÖWE), die die Niedersächsischen Landesforsten entwickelt haben.
Stieleichen, Rotbuchen und wieder neue Kiefern
„Die Fichten, Lärchen, Kiefern und Douglasien sind jetzt um die 75 bis 120 Jahre alt und haben ihre optimale Dicke und Größe erreicht. Damit sind sie erntereif und werden jetzt geerntet. Im kommenden Winterhalbjahr schaffen wir auf den frei gewordenen Flächen mit der Pflanzung von Stieleichen, Rotbuchen, Roteichen und Kiefern die Grundlage für die nächste Waldgeneration. Auch einen Strauchsaum für einen Waldinnenrand entlang der Waldwege wollen wir gestalten“, sagt dazu Melanie Offermanns, Leiterin der Försterei Rüstje.
Was die anhaltende Trockenheit mit den Bäumen macht
Walderhaltung steht an erster Stelle bei den Niedersächsischen Landesforsten. Entsprechend den Prognosen für die Klimaentwicklung gestalte auch das Forstamt Harsefeld seine Wälder um und entwickle sie arten- und strukturreicher.
Mehr Vielfalt: Wie sich der Wald von morgen wandeln muss
Aus eher nadelholzgeprägten Forsten würden so in Zukunft klimaresiliente Laubmischwälder, so Melanie Offermanns. Die Arbeiten im Wald finden mit Holzerntemaschinen und hochmechanisierten Rückeschleppern sowohl außerhalb als auch innerhalb des Naturschutzgebietes „Neuklosterholz“ statt. „Aus Sicherheitsgründen sperren wir einen Teil der Waldwege und bitten die Waldbesucher, die Bereiche, in denen gearbeitet wird, nicht zu betreten. Nach Abschluss der Maßnahme säubern wir die ausgewiesenen Wanderwege“, sagt die Försterin.
Trampelpfade sollen nach und nach verschwinden
Die vorhandenen Trampelpfade, die im Naturschutzgebiet nicht vorgesehen sind, werden laut Försterin nicht geräumt. Sie verweist darauf, dass das Betreten des Waldes außerhalb des ausgewiesenen Wegenetzes grundsätzlich sowieso untersagt ist.
Die Arbeiten im Neukloster Forst sind mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Stade und der Stadt Buxtehude abgestimmt. Das Forstamt bittet um Verständnis für die Maßnahmen und um die Beachtung der Wegesperrungen. (iha)
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