Walrettung: Arbeitsplattform bringt sich in Position
Am Samstag sind die Arbeiter erneut mit der schwimmenden Plattform in die Nähe des Wals gefahren. (Foto von Freitag) Foto: Jens Büttner/dpa
Der Rettungsversuch für den Buckelwal in der Wismarbucht geht weiter. Helfer versuchen weiter, dem Tier das Leben durch feuchte Tücher zu erleichtern. Währenddessen laufen die Arbeiten in der Nähe.
Kirchdorf. Im Rahmen eines privat organisierten Rettungsversuches für den vor der Ostseeinsel Poel gestrandeten Buckelwal ist die dafür nötige Schwimmplattform mit Bagger erneut in der Nähe des Tieres gefahren. Begleitet wurde die langsame Fahrt von mehreren DLRG-Schlauchbooten, wie aus den Livestreams verschiedener Medien hervorgeht.
Währenddessen haben mehrere Helfer, die auf Schwimmbrettern saßen und im Wasser standen, wieder feuchte Tücher auf den Rücken des Säugetiers gelegt, um dessen Haut zu schützen. Es ist der dritte Tag des Rettungsversuches.
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Wal am Samstag weitgehend regungslos
Im Gegensatz zu Freitag, 17. April, als der Buckelwal nach der Annäherung eines Tauchers plötzlich mit starken Bewegungen reagierte, blieb das Tier am Samstag weitgehend regungslos. Nur eine Wasserfontäne stieß der Wal in regelmäßigen Abständen aus. Der Wal liegt am Samstag bereits den 19. Tag an derselben Position in der Kirchsee in der Wismarer Bucht fest.
Nach früheren Angaben der privaten Initiative sollte zunächst Schlick im Bereich des Wals weggespült werden, um diesen dann mit Luftkissen anzuheben. Unter den Wal sollte dann eine zwischen Pontons – also schwimmende Plattformen – befestigte Plane geführt werden, mit der er gen Nordsee transportiert werden soll.

Die Bemühungen um den gestrandeten Wal gehen weiter. Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Fünf Stunden Autofahrt für die Walsichtung
Im Hafen von Kirchdorf auf der Insel Poel, vor der der Buckelwal gestrandet ist, sind am Samstagmorgen bisher kaum Schaulustige. Ali T. aus Hannover ist aber schon in der Frühe vor Ort. „Ich habe das im Fernsehen gesehen, und ich finde das irgendwie spektakulär“, sagt der 38-Jährige. Er sei schon in der Nacht zu Freitag angereist und habe eine mehrstündige Autofahrt auf sich genommen. „Mit Ladestopps und so weiter so fünf Stunden“, sagt der E-Autofahrer.
Bis Sonntag wolle er bleiben. „Montag muss ich wieder zur Arbeit“, sagt er. „Was mich fasziniert, ist, dass der Wal eigentlich schon totgeglaubt wurde und dass jetzt noch was passiert.“ Er hoffe, dass es dem Rettungsteam gelinge, den Wal ins offene Meer zu transportieren.
Wie schon die vergangenen Tage stehen auch in der Nähe des Ortes Weitendorf-Hof Schaulustige hinter der eingerichteten Absperrung. Von dort ist der Wal besser zu sehen als vom Hafen in Kirchdorf.