Zähl Pixel
Krieg in der Ukraine

Ukraine: Großer Teil von Kiew weiter ohne Strom und Heizung

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind viele Einwohner nach russischen Luftangriffen weiter ohne Strom und Heizung. (Archivbild)

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind viele Einwohner nach russischen Luftangriffen weiter ohne Strom und Heizung. (Archivbild) Foto: -/Press Service Of The President Of Ukraine/AP/dpa

In der Ukraine frieren nach russischen Luftangriffen weiter Millionen Menschen und sitzen im Dunkeln. Hunderttausende Hauptstädter sollen Kiew bereits verlassen haben. Linderung ist aber in Sicht.

Von dpa Mittwoch, 21.01.2026, 14:30 Uhr

Kiew. Nach russischen Raketen- und Drohnenschlägen sind weiter große Teile der ukrainischen Hauptstadt Kiew ohne Fernwärme und Strom. „Zum Stand heute früh waren etwa 4.000 Wohnhäuser in Kiew weiter ohne Heizung, fast 60 Prozent der Hauptstadt sind ohne Elektrizität“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Er rügte dabei erneut die Stadtregierung und verlangte, die Reparaturarbeiten zu beschleunigen. Ausgehend von Handydaten haben Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gut 600.000 Einwohner die Dreimillionenstadt vorübergehend verlassen. 

Auch in anderen Teilen des Landes wie Odessa und Dnipropetrowsk und den Grenzgebieten Sumy und Tschernihiw kommt es infolge russischer Angriffe zu Stromausfällen. In der ostukrainischen Großstadt Charkiw und der angrenzenden Region waren nach Angaben von Gouverneur Oleh Synjehubow am Dienstag fast 90 Prozent der Haushalte ohne Strom. Über eine halbe Million Haushalte sei weiter ohne Elektroenergie.

In der Ukraine herrscht seit Anfang Januar strenges Frostwetter mit teils zweistelligen Minusgraden. Kommende Woche werden wieder Plusgrade und damit eine Entspannung der Lage erwartet. Das osteuropäische Land wehrt sich seit fast vier Jahren gegen eine russische Invasion.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Mutmaßliche Russland-Spionin in Berlin gefasst

Eine Agentin, zwei Ex-Bundeswehrangehörige und ein Kontakt in der russischen Botschaft? Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Spionage für Moskau - und lässt eine Verdächtige festnehmen.

Baerbock sieht Angriff auf die UN

In Davos will US-Präsident Trump den Aufbau seines „Friedensrats“ vorantreiben. In der UN wird betont, dass dessen Mandat begrenzt sei - und es keine Alternative zu den Vereinten Nationen brauche.