Block-Prozess: Mutmaßlicher Kidnapper-Chef lenkte Wohnmobil
Zum sechsten Mal wird der mutmaßliche Chef der Entführer vom Gericht befragt. Foto: Christian Charisius/dpa-Pool/dpa
Er gilt als Schlüsselfigur bei der Entführung der Block-Kinder in der Silvesternacht 2023/24. Nun hat der Chef einer israelischen Sicherheitsfirma erneut vor Gericht ausgesagt und nennt Einzelheiten.
Hamburg. Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat der mutmaßliche Chef der Kidnapper erneut vor dem Landgericht Hamburg ausgesagt. Dabei wurde der 68-Jährige von der Vorsitzenden Richterin anhand von Fotos zum Geschehen in der Silvesternacht 2023/24 und den folgenden Tagen befragt.
Unter anderem ging es dabei um das Wohnmobil, mit dem die damals 10 und 13 Jahre alten Block-Kinder aus Dänemark auf einen Bauernhof in Süddeutschland gebracht worden waren.
Mutmaßlicher Entführer-Chef: Habe das Wohnmobil gefahren
Der Zeuge bestätigte, das Wohnmobil zu kennen. „Ich habe das Fahrzeug gefahren“, sagte er. Auch den Bauernhof auf den Fotos erkenne er wieder - ebenso ein Zimmer, in dem sein Team nach der Rückholung der Kinder zusammengesessen habe. Dort habe sich Christina Block bedankt.
Es war der sechste Verhandlungstag, an dem der 68-Jährige unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen als Zeuge erschien. Der Geschäftsführer eines israelischen Sicherheitsunternehmens wird beschuldigt, die Entführung der Block-Kinder organisiert und durchgeführt zu haben. Nach Aussage eines anderen Zeugen soll der Mann Berufssoldat bei den israelischen Spezialkräften und Abteilungsleiter beim Geheimdienst Mossad gewesen sein.
Christina Block ist angeklagt, die Entführung der Kinder vom Vater aus Dänemark in Auftrag gegeben zu haben. Die 52-Jährige bestreitet das.
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