Ankündigung beim Gipfel

Nato bereitet sich auf mögliche Drohnenkriege vor

So kann Drohnenabwehr aussehen: Hier bringen sich Soldaten nach einer Drohnensichtung in Stellung. (Archivbild)

So kann Drohnenabwehr aussehen: Hier bringen sich Soldaten nach einer Drohnensichtung in Stellung. (Archivbild) Foto: Jan Woitas/dpa

Mehr als 40 Milliarden Dollar für Drohnenabwehr: Die Nato rüstet auf und will auch fünfmal mehr Drohnenoperatoren ausbilden. Beim Gipfel erklärt der Generalsekretär die Ziele.

Von dpa 07.07.2026, 10:15 Uhr

Ankara. Die Nato bereitet sich auf eine massive Ausweitung der Kriegsführung mit Drohnen vor. Im Zuge einer neuen Initiative wollten Verbündete in den kommenden fünf Jahren mehr als 40 Milliarden Dollar in Fähigkeiten zur Drohnenabwehr investieren, kündigte Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Rande des diesjährigen Bündnisgipfels in der Türkei an. Zudem verpflichteten sich Alliierte, bis Ende 2027 fünfmal so viele Soldaten für den Einsatz von Drohnen auszubilden.

„Drohnen haben (...) den Charakter der modernen Kriegsführung grundlegend verändert und sind zu einem entscheidenden Faktor auf dem Schlachtfeld geworden“, erklärte Rutte zu der Initiative mit dem Namen „Drone Edge“. Das sehe man in der Ukraine, im Nahen Osten, aber auch im Bündnisgebiet.

Der Niederländer spielte damit darauf an, dass in den vergangenen Jahren mehrfach russische Drohnen auch in den Luftraum von Bündnisstaaten eingedrungen waren.

Rutte sagte, in Reaktion auf die Entwicklungen baue die Nato nun ihre Fähigkeit rasch aus, Drohnen in großem Maßstab einzusetzen und zu betreiben. Gleichzeitig schaffe man robuste Fähigkeiten zur Drohnenabwehr, um Drohnen zu erkennen, zu identifizieren und zu neutralisieren. „So schützen wir unsere eine Milliarde Menschen vor dem gesamten Spektrum von Drohnenbedrohungen“, sagte er.

Eine Drohne wird von einem Netz getroffen und stürzt ab. Zuvor hatte eine Abfangdrohne ein Netz auf sie geschleudert.

Eine Drohne wird von einem Netz getroffen und stürzt ab. Zuvor hatte eine Abfangdrohne ein Netz auf sie geschleudert. Foto: Michael Bahlo/dpa

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