Jena

Marco Goecke, damals designierter Ballettdirektor der Staatsoper Hannover, steht im Foyer der Staatsoper.

Marco Goecke, damals designierter Ballettdirektor der Staatsoper Hannover, steht im Foyer der Staatsoper.

Die Hundekot-Attacke des Choreografen Marco Goecke auf eine Kritikerin im Foyer des Opernhauses Hannover hat das Theaterhaus Jena als Ausgangspunkt für ein neues Stück genommen. „Die Hundekot-Attacke” sei eine Vorstellung über Finsternis, Schönheit und Vergebung, basierend auf einer wahren Begebenheit, teilte das Theater dazu am Montag mit.

11.09.2023, 14:35 Uhr

Dabei geht es um ein Stück im Stück: Verhandelt wird darin, wie ein Kollektiv besagte Hundekot-Attacke als Grundlage für eine Inszenierung nimmt. Während der Proben bekommen die Kunstschaffenden aber Angst davor, sich selbst mit dem Vorhaben in Teufelsküche zu bringen und geraten in Streit untereinander.

Es handle sich um eine Stückentwicklung des Ensembles gemeinsam mit Walter Bart, der auch Regie führt. Er gehört zum niederländischen Kollektiv Wunderbaum. Das Stück sei eine Koproduktion mit Wunderbaum. Die Premiere ist für den 27. Oktober geplant.

Der Choreograf Marco Goecke hatte im Februar im Foyer des Opernhauses Hannover eine Kritikerin mit Hundekot beschmiert. Zuvor hatte er der Journalistin vorgeworfen, immer „schlimme, persönliche” Kritiken zu schreiben. Das Staatstheater Hannover trennte sich in der Woche nach dem Angriff von ihm.

© dpa-infocom, dpa:230911-99-154590/4

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Nach der Schlappe bei der Bürgerschaftswahl bemühen sich die Grünen um einen Neuanfang - auch mit der Wahl eines neuen Vorstands.

Das Wochenende startet am Samstag in Niedersachsen und Bremen mit herbstlichem Wetter. Tagsüber erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) viele Wolken und anhaltender Regen. Im Süden von Niedersachsen kommt zeitweise in Regenpausen die Sonne raus. Für die Küstenregionen (...).

Sebastian Hoeneß rettete den VfB Stuttgart erst vor dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga und führte den Club zuletzt sogar weit nach oben. Darauf ist auch sein bekannter Vater stolz.

Noch immer werden in Niedersachsen regelmäßig Geldautomaten gesprengt - allerdings mit sinkender Tendenz im Vergleich zu früheren Jahren. Bei den Taten besteht wegen einer veränderten Vorgehensweise oftmals eine größere Gefahr.

Einst stießen die Werke auf viel Widerstand, heute locken sie Massen ins Museum: Mit einer Sonderausstellung erinnert der Bremer Kunstverein an seinen Durchbruch.