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Nach Einstellung des Prozesses

Homophobe Äußerungen: Verfahren gegen Bremer Pastor wieder aufgenommen

Das Verfahren gegen den Bremer Pastor ist noch nicht zu Ende. (Archivfoto)

Das Verfahren gegen den Bremer Pastor ist noch nicht zu Ende. (Archivfoto) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Das Landgericht hatte das Verfahren gegen einen Bremer Pastor vorläufig eingestellt. Aber die Ermittlungen sind noch nicht zu Ende.

Von dpa Freitag, 20.09.2024, 10:00 Uhr

Bremen. Die Bremische Evangelische Kirche wird weiter gegen den Bremer Pastor Olaf Latzel ermitteln. Das Disziplinarverfahren werde wieder aufgenommen, teilte ein Sprecher der Kirche mit. Der Kirchenausschuss habe einstimmig für die kircheninterne Untersuchung gestimmt. Zuerst hatte der „Weser-Kurier“ berichtet.

Homophobe Äußerungen im Seminar

Der Pastor der St. Martini-Gemeinde in Bremen hatte sich während eines Eheseminars im Oktober 2019 abfällig über Homosexuelle und über Gender geäußert. Die Aussagen, für die er sich später entschuldigte, gelangten als Audiodatei online.

Nach Verhandlungen in mehreren Instanzen hatte das Landgericht Bremen den Prozess wegen Volksverhetzung Ende August vorläufig eingestellt. Der Pastor soll innerhalb von sechs Monaten eine Geldauflage von 5.000 Euro an den gemeinnützigen Bremer Verein Rat&Tat-Zentrum für queeres Leben zahlen.

Pastor predigt unter Auflagen

Die Bremische Evangelische Kirche hatte sich wiederholt von den Aussagen distanziert, Olaf Latzel sogar zeitweise suspendiert. Momentan darf der Pastor unter Auflagen predigen, wie der Sprecher mitteilte. Die Kirche rechne mit einem längeren Verfahren.

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