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Geflügelpest

Vogelgrippe in Niedersachsen auf Rekordniveau

Vor allem Puten und Hühner sind in Niedersachsen von der Tierseuche betroffen. (Archivbild)

Vor allem Puten und Hühner sind in Niedersachsen von der Tierseuche betroffen. (Archivbild) Foto: Michael Bahlo/dpa

Mehr als eine Million Tiere musste in Niedersachsen wegen der Vogelgrippe bereits getötet werden. Welche Prognose das Landwirtschaftsministerium jetzt abgibt.

Von dpa Mittwoch, 26.11.2025, 13:50 Uhr

Hannover. Wegen der Vogelgrippe sind in diesem Jahr in Niedersachsen bereits so viele Tiere getötet worden wie noch nie seit Beginn der offiziellen Aufzeichnungen. Das hat das Landwirtschaftsministerium in Hannover auf Anfrage mitgeteilt. Es sei zudem aktuell nicht zu erkennen, wann sich die Geflügelpest-Welle abschwächen werde.

Seit Jahresbeginn wurden laut Ministerium rund 1,37 Millionen Tiere wegen der Seuche getötet, insbesondere Puten und Hennen. Der weit überwiegende Teil der Ausbrüche entfällt dabei auf die Zeit seit Oktober.

Ministerium: Weniger Ausbrüche erst mittelfristig

Die ersten Zahlen zu Vogelgrippe-Ausbrüchen und getöteten Tieren wurden 2008 erhoben. Seither ragten die Jahre 2021 und 2022 mit 1,17 Millionen und 1,25 Millionen getöteten Tieren heraus. Diese Werte wurden nun übertroffen. Die Zahl der in diesem Jahr verendeten Tiere liegt mit 7.145 deutlich darunter.

Auch wenn das Landwirtschaftsministerium kurzfristig noch keine Anzeichen für eine Entspannung der Lage sieht, rechnet es wegen Sperrzonen und Verboten, Ställe wiederzubelegen, mittelfristig mit weniger Ausbrüchen. „Erfahrungsgemäß kommt es im Zuge einer deutlichen Reduktion der Geflügeldichte auch zu einer Abnahme der Ausbrüche der Geflügelpest in diesen Gebieten“, teilte eine Sprecherin mit.

In Niedersachsen gab es 2024 mehr als 4.400 Geflügelbetriebe mit mehr als 20 Millionen Legehennen. Zudem wurden rund 927.000 Tonnen Geflügel geschlachtet – das waren 59 Prozent des deutschen Schlachtgeflügels.

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