UPDATE
26.06.2020, 11:39
Fredenbeck: Zigarette löste Feuer in Ayslbewerberunterkunft aus

FREDENBECK. Die Brandermittler der Polizeiinspektion Stade sind überzeugt: eine glimmende Zigarette hat das Feuer in der Asyl-Unterkunft im Ex-Hotel „Fredenbeck“ ausgelöst und letztlich zu dem Tod eines jungen Mannes (25) aus dem Sudan in Fredenbeck geführt.


(Update, 26. Juni, 18 Uhr: Weitere Details hinzugefügt.)

Außerdem steht fest: Der Flüchtling ist – laut des vorläufigen Ergebnisses der Obduktion – aufgrund einer Kohlenmonoxidvergiftung in einem Kellerraum gestorben. Sechs Personen waren „wegen Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung“ untersucht worden, sie hatten sich auch wegen der Rauchmelder ins Freie retten können. Ein Nachbar war von seinem Hund geweckt geworden, der Fredenbecker hatte sofort 112 gewählt. Dadurch war die Feuerwehr sehr schnell vor Ort.

Laut Ermittlungsstand hatte der 25-Jährige – er war beim Wohncontainer-Brand in Deinste obdachlos geworden – sich vorher bei einem Mitbewohner in einem anderen Zimmer aufgehalten und geraucht. Anschließend war der Sudanese in den Flur gegangen. Zwischenzeitlich müsse, sagt der Polizeisprecher Rainer Bohmbach, durch vorher heruntergefallene Glut und Asche ein Feuer ausgebrochen sein. Die Wohnung habe rasch in Vollbrand gestanden. Laut Aussagen der Mitbewohner sei der bei dem Brand getötete Mann noch vor dem Rauch und den Flammen in einen Gemeinschaftskeller geflüchtet. Der Alkoholisierte habe noch versucht, die Eingangstür mit einem nassen T-Shirt abzudichten. Er konnte trotz alledem nicht verhindern, dass tödliche Rauchgase in seine Lunge eindrangen. Feuerwehrleute fanden den leblosen Mann, eine Wiederbelebung scheiterte.

Schaden des Brandes: 200.000 Euro

Vor einer Woche hatte der Polizeisprecher die TAGEBLATT-Information, dass eine Zigarette den Brand in der Asyl-Unterkunft an der Dinghorner Straße ausgelöst haben könnte, noch nicht bestätigen wollen.

Mehr als 80 Feuerwehrleute aus den fünf Ortsfeuerwehren aus Fredenbeck, Wedel, Deinste, Kutenholz und Mulsum waren am 19. Juni im Einsatz gewesen, das Ex-Hotel ist vorerst unbewohnbar. Schaden: fast 200.000 Euro.

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