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Stade: Jugendlicher auf E-Scooter rammt 77-jährige Radfahrerin

Der Jugendliche fuhr, nachdem er die Radfahrerin touchiert hatte, einfach weiter.

Der Jugendliche fuhr, nachdem er die Radfahrerin touchiert hatte, einfach weiter. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Eine Staderin ist mit ihrem Fahrrad unterwegs, plötzlich taucht neben ihr ein Jugendlicher auf einem E-Scooter auf. Die 77-Jährige stürzt, der Jugendliche fährt einfach weiter.

Von Stade Freitag, 14.11.2025, 05:50 Uhr

Redaktion. Bereits am Dienstag, 4. November, ist es gegen 13.30 Uhr in Stade in der Schiffertorsstraße Höhe Kreisverkehr zur Wallstraße zu einem Unfall gekommen.

Wie Polizeisprecher Rainer Bohmbach mitteilt, habe ein unbekannter, jugendlicher Scooterfahrer eine 77-jährige Staderin überholt, die mit ihrem Fahrrad auf dem Radweg unterwegs war. Bei dem Versuch, die Dame schnell rechts zu überholen, habe der Jugendliche sie touchiert.

77-Jährige muss ins Elbe Klinikum gebracht werden

„Die Seniorin hat dadurch das Gleichgewicht verloren und ist gegen das Brückengeländer zum Burggraben gefahren“, sagt Bohmbach. Daraufhin sei sie gestürzt.

Die Staderin sei bei dem Unfall verletzt worden und musste ins Elbe Klinikum Stade gebracht werden. Der Unbekannte habe sich nicht weiter um die Unfallfolgen gekümmert und sei einfach weitergefahren. Gegen ihn werde nun wegen fahrlässiger Körperverletzung und Unfallflucht ermittelt.

Die Polizei sucht nach dem Verursacher und Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder die sonstige Hinweise dazu geben können. Zeugen können sich unter der 04141/ 102215 melden. (tom/pm)

Unfälle mit E-Scootern häufen sich

Seit Anfang Oktober ist es zu mehreren Unfällen mit E-Scooter-Fahrern gekommen. Anders als im oben beschrieben Fall waren die E-Scooter-Fahrer dabei aber auch in der Rolle des Opfers - mit teilweise schweren Folgen:

  • Noch am selben Tag wurde eine 54-jährige Frau auf ihrem E-Scooter auf dem Radweg an der L125 in Höhe der Raiffeisen-Tankstelle von einem schwarzen Auto erfasst. Die Frau setzte zunächst ihre Fahrt fort, brach aber kurz darauf zusammen und musste ins Elbe Klinikum Stade gebracht werden. Der Fahrer des schwarzen Autos blieb unerkannt.
U
Ulla Bowe
14.11.202512:39 Uhr

Anders als bei Mofas, bei denen wenigstens Grundwissen abgeprüft wird, um eine sog. Pruefbescheinigung zu erhalten, die zum Fahren auf der Straße berechtigt, gibt es so etwas bei eScootern nicht. D.h., die Leute werden ohne jegliche Kenntnis von Verkehrsregelung auf die Straße gelassen. Das ist ein grob fahrlässiges Versäumnis durch den Gesetzgeber und nicht zuletzt des CSU Politikers und damaligen Verkehrsministers Andreas Scheuer, der die Einführung von eScootern in Deutschland forciert hatte. Die Polizei bestätigt die Probleme;
1. Zu schnelle, weil "frisierte" eScooter; 2. Zu oft mit 2 Personen auf dem Trittbrett unterwegs; 3. Zu viele eScooter fahren ohne Kennzeichen; 4. Viele unter vierzehnjährige Kinder sind mit eScootern auf den Straßen unterwegs; 5. Gleichgültige Eltern, die den Kauf eines eScooters für ihre unter 14-jaehrigen Kinder aktiv unterstützen.
Die negative Stimmung gegen den eScooterverkehr wird dadurch signifikant vergrößert.
Michael Bowe

A
Annedore Fricke antwortete am
14.11.202514:19 Uhr

Torsten Fricke schreibt:

Die negative Stimmung wird befügelt, wenn man - wie heute Vormittag - als Fussgänger mit Regenschirm auf dem ohnehin nicht gerade übermäßig breiten Fussweg in der Stader Poststraße unterwegs ist und sich ein E-Scooter auch noch in Fahrtrichtung auf der linken Seite auf dem Fussweg (!) vorbeiquetschen will, als wäre das das Normalste von der Welt, nur ein Erlebnis unter vielen.

T
Theo Soltau
14.11.202510:09 Uhr

Die Polizei kontrolliert die E -Scouter Fahrer viel zu wenig.
Abends sind diese in Stade oft ohne Beleuchtung unterwegs und auch mit 2 Personen besetzt und Versicherungskennzeichen Fehlanzeige.
Kontrolle lohnt sich wohl nicht.Autofahrer sind leichter zu kontrollieren.Und da sind die Bußgelder leichter eintreibbar.

T
Thomas Ziehm
14.11.202508:55 Uhr

Danke, Herr Fricke,
dem, ist nichts hinzuzufügen.

A
Annedore Fricke
14.11.202506:16 Uhr

Torsten Fricke schreibt:

Ein - wie sich täglich im Straßenverkehr zeigt - gefährliches und noch dazu eigentlich überflüssiges Verkehrsmittel, das vielleicht besser niemals zugelassen worden wäre.
Aber ist ja E- und E- gehört die Zukunft und kann daher doch gar nicht schlecht sein, oder vielleicht doch?

L
Lars Ehrlich antwortete am
14.11.202512:55 Uhr

Die Umweltbilanz dieser Teile ist durch die Massenvermietung in Großstädten nicht gerade positiv ;-)

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