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Verfolgungsjagd auf B73: Raser mit 140 km/h in Hemmoor unterwegs

Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit war ein BMW auf der B73 in Hemmoor unterwegs (Symbolbild).

Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit war ein BMW auf der B73 in Hemmoor unterwegs (Symbolbild). Foto: Frank Rumpenhorst

Mit mehr als 140 km/h rast ein junger BMW-Fahrer der Polizei in Hemmoor davon. Die Verfolgungsjagd beginnt.

Von Redaktion Dienstag, 17.02.2026, 12:00 Uhr

Landkreis Cuxhaven. Am Sonntag (15. Februar) fuhr ein 23-jähriger Cuxhavener mit einem BMW gegen 21.50 Uhr auf der B73 in Hemmoor an einem zivilen Streifenwagen der Polizei vorbei - mit „offenkundig überhöhter Geschwindigkeit“, wie der Sprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven, Stephan Hertz, mitteilt.

Die Beamten entschlossen sich, den Fahrer zu kontrollieren, und versuchten, zum BMW aufzuschließen. Der Fahrer setzte seine Fahrt in Richtung Cuxhaven fort. „Dabei passierte er ein Geschwindigkeitsdisplay, das einen Wert von über 140 km/h innerhalb geschlossener Ortschaft anzeigte“, sagt Hertz.

BMW beschleunigt immer weiter

Auf der weiteren Fahrt von Hemmoor nach Cadenberge war es den Beamten nicht möglich, zu dem BMW aufzuschließen. „Obwohl der Streifenwagen eine Geschwindigkeit von rund 200 km/h erreichte, verringerte sich der Abstand zwischen den Fahrzeugen zunächst nicht“, berichtet Cuxhavens Polizeisprecher. Daran änderte auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 km/h auf der genannten Strecke nichts.

Erst in Belum konnte der Fahrer gestoppt werden. Offenkundig habe der Mann gar nicht bemerkt, dass er von der Polizei verfolgt wurde, so Hertz. Gegen den jungen Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet, sein Führerschein wurde sichergestellt.

Bußgeld, Punkte und Fahrverbot: Die Strafen für Raser

Wer deutlich schneller als erlaubt unterwegs ist und dabei erwischt wird, muss mit Bußgeldern, Punkten oder einem Fahrverbot rechnen.

Innerorts: Bis 20 km/h mehr als erlaubt bleibt es innerorts bei einem Bußgeld von bis zu 70 Euro. Wer das Limit um 25 km/h überschreitet, nimmt neben dem Bußgeld einen Punkt in Kauf (bei acht Punkten wird die Fahrerlaubnis entzogen).

Bereits ab 26 km/h über der erlaubten Geschwindigkeit kann es zusätzlich zur Geldstrafe und den Punkten zum einmonatigen Fahrverbot kommen. Drei Monate Fahrverbot riskiert, wer mehr als 61 km/h über dem Tempolimit liegt.

Außerorts: Auch außerorts bleibt es bei Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h beim Bußgeld von bis zu 60 Euro. Bereits bei mehr als 21 km/h über dem Limit kommt ein Punkt hinzu.

Ist ein Fahrer außerorts mehr als 26 km/h zu schnell, kann das schon zum Fahrverbot führen. Wer mehr als 70 km/h über der Höchstgrenze liegt, muss drei Monate lang zu Fuß gehen.

Wo geblitzt wird

Insgesamt gibt es im Landkreis Stade zwölf stationäre Blitzer, sogenannte Traffic Tower. Zusätzlich setzt der Landkreis drei Semistationen zur Geschwindigkeitsüberwachung ein, das sind mobile, nur temporär einsetzbare Geschwindigkeitsmessanlagen. Drei voll ausgestattete Messfahrzeuge werden ebenfalls zur mobilen Geschwindigkeitsüberwachung eingesetzt.

Hier sind die festen Blitzer im Kreis Stade stationiert

  • Freiburg-Esch,
  • Wischhafen-Neuland,
  • Düdenbüttel-Grefenmoor,
  • Stade-Hagen,
  • Heinbockel-Hagenah,
  • Kutenholz-Aspe,
  • Hollern-Twielenfleth,
  • Jork-Borstel,
  • Buxtehude-Ovelgönne,
  • Buxtehude-Pippensen,
  • Apensen und
  • Sauensiek

Über die Standorte der mobilen Blitzer informiert der Kreis Stade auf seiner Homepage - und täglich auf TAGEBLATT.de. (pm/set)

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