Bahn stellt Fernverkehr im Norden wegen Unwetters ein
Zwei Bahn-Mitarbeiterinnen laufen am frühen Morgen über den Hauptbahnhof Hannover. Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Im Norden des Landes erwartet der Wetterdienst starke Schneeverwehungen. Im Großraum Hannover ist der Schienenverkehr eingestellt. Das hat Auswirkungen auf den ganzen Norden.
Hamburg. Die Deutsche Bahn stellt wegen des stürmischen Winterwetters den Fernverkehr im Norden Deutschlands bis mindestens Mittag ein. Das teilte das Unternehmen mit. Derzeit zieht das Sturmtief „Elli“ über Deutschland und führt je nach Region zu Schneeverwehungen.
Der gesamte Schienenverkehr im Großraum Hannover sei bis mindestens Mittag eingestellt, teilte die Bahn mit. „Damit ist eines unserer wichtigsten Drehkreuze betroffen und der Fernverkehr im Norden Deutschlands nicht mehr möglich.“ Der Betriebsstopp sei nötig, um Fahrgäste, Mitarbeiter und Fahrzeuge zu schützen.
Die Bahn kündigte weiter an, die Fahrgäste an den Bahnöfen zu versorgen. In Hannover stellt sie Aufenthaltszüge bereit.
Wetterdienst warnt vor Unwetter
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte anlässlich des Sturmtiefs „Elli“ eine amtliche Unwetterwarnung vor starken Schneeverwehungen ausgegeben. Die Warnung betraf Stand Freitagmorgen Teile Schleswig-Holsteins, ganz Hamburg, den nördlichen Teil Niedersachsens, ganz Bremen und teils Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.
Es bestehe Gefahr für Leib und Leben, teilte der DWD mit. Der Aufenthalt im Freien solle vermieden werden.
Bahn kündigte zunächst abgeschwächtes Angebot an
Schon am Mittwochnachmittag hatte die Deutsche Bahn angekündigt, wegen des Winterwetters den Fernverkehr im Norden und Nordosten des Landes von Donnerstagnachmittag an zu reduzieren. Das betraf nach Ankündigung Fahrten nach Norddeich-Mole in Niedersachsen, Kiel sowie Sylt, Rostock sowie Rügen und Kopenhagen in Dänemark.

Eine Lok steht am frühen Morgen an einem verschneiten Gleis im Hauptbahnhof Hannover. Foto: Moritz Frankenberg/dpa