Zähl Pixel
Radverkehrssicherheit

CDU verlangt Maßnahmen gegen Dooring-Unfälle

Die CDU in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert eine „Infrastruktur, die Unfälle vermeidet“. (Symbolbild).

Die CDU in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert eine „Infrastruktur, die Unfälle vermeidet“. (Symbolbild). Foto: Marcus Golejewski/dpa

Der Tod eines prominenten Unfallopfers in Hamburg zeigt die Gefahr, die für Radfahrer im Straßenverkehr von unachtsam geöffneten Autotüren ausgeht. Die CDU hat Forderungen an den Senat.

Von dpa Montag, 27.10.2025, 15:00 Uhr

Hamburg. Knapp ein Dutzend Radfahrer sind bereits in diesem Jahr im Hamburger Straßenverkehr getötet worden - die CDU fordert vom rot-grünen Senat Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Insbesondere gegen sogenannte Dooring-Unfälle, bei denen Radfahrern unachtsam geöffnete Autotüren zum Verhängnis werden, müsse etwas getan werden, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Richard Seelmaecker der Deutschen Presse-Agentur.

Ende September war die „Großstadtrevier“- und „Traumschiff“-Schauspielerin Wanda Perdelwitz infolge eines Dooring-Unfalls ums Leben gekommen. Die 41-Jährige war im Stadtteil Rotherbaum mit ihrem Fahrrad gegen die Tür eines Transporters geprallt - die ein Beifahrer offenbar ohne auf den Radverkehr zu achten geöffnet hatte. Schwer verletzt war sie ins Krankenhaus gekommen und dort später gestorben.

Dooring-Unfälle werden laut Senat nicht statistisch erfasst

Seelmaecker, der auch Mitglied des Verkehrsausschusses der Bürgerschaft ist, wollte daraufhin in einer Schriftlichen Kleinen Anfrage vom Senat wissen, wie viele solcher Unfälle es in der Hansestadt gibt und was zu ihrer Vermeidung getan wird. Angaben zur Anzahl dieser Unfälle konnte der Senat jedoch nicht machen, da sie nicht gesondert statistisch erfasst würden.

„Dass der rot-grüne Senat nicht einmal weiß, wie viele Dooring-Unfälle es in Hamburg gibt, ist ein sicherheitspolitisches Armutszeugnis“, sagte Seelmaecker. „Wir müssen nicht nur den Radverkehr fördern, sondern wir müssen für die Sicherheit der Radfahrer sorgen – und das beginnt mit belastbaren Zahlen.“

Hamburg steuert auf traurigen Rekord bei getöteten Radfahrern zu

Es brauche auch keine Symbolpolitik, sondern „eine ehrliche Bestandsaufnahme, gezielte Prävention und eine Infrastruktur, die Unfälle vermeidet“, sagte der CDU-Politiker.

In diesem Jahr wurden bereits elf Radfahrerinnen und Radfahrer im Hamburger Straßenverkehr bei Verkehrsunfällen getötet - so viele wie seit 2014 nicht mehr. Für das gesamte vergangene Jahr weist die Statistik zehn, für 2023 neun getötete Radfahrer aus.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

T Mit 18 Jahren der jüngste Busfahrer der Wesermarsch

Als Sechsjähriger stand Kennet Hoppstock im Büro des Geschäftsführers der Verkehrsbetriebe und sagte: „Ich möchte gerne Busfahrer werden.“ Nun ist der junge Mann in seinem Traumjob angekommen. Wie ging das?

CDU lehnt Limosteuer ab

Gesundheitsexperten fordern im Kampf gegen Übergewicht und Diabetes seit längerem eine Abgabe auf gezuckerte Limos und Colas. Eine Initiative dafür fiel beim Parteitag der CDU durch.