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Entsorgung

Müllabfuhr: Schlecht geräumte Straßen bereiten weiter Probleme im Kreis Stade

Müllabfuhr im Winter.

Müllabfuhr im Winter. Foto: Lars Koch / Karl Meyer

Schnee und Eis bereiten den Müllwerkern im Kreis Stade weiterhin Probleme. Einzelne Straßen können nicht angefahren werden – in Harsefeld und Buxtehude blieben Tonnen stehen. Was Bürger tun können.

Von Redaktion Mittwoch, 07.01.2026, 10:24 Uhr

Landkreis. Das Winterwetter wird noch einige Tage anhalten, zum Wochenende soll es Neuschnee geben. Das Amt Abfall und Kreislaufwirtschaft des Landkreises Stade weist daher noch einmal auf Besonderheiten bei der Müllabfuhr unter diesen Bedingungen hin.

Straßen in Harsefeld und Stade teilweise nicht befahrbar

Sofern nicht sicher ist, ob die eigene Straße durch ein schweres, breites Müllfahrzeug befahrbar ist, sollten die Behälter zum Abfuhrtermin unbedingt an die nächste befahrbare, gut geräumte Straße gestellt werden.

„Bei einigen Nachholtouren für die am Sonnabend ausgefallenen Fahrten hat sich gezeigt, dass unter anderem in Harsefeld (Restmüll) und Stade (Biomüll) aufgrund schlecht oder nicht geräumter Straßen und Wege nicht alle Mülltonnen geleert werden konnten“, teilt der Sprecher des Landkreises Stade, Daniel Beneke, mit.

Müllabfuhr plant keine Ersatztouren – Was Bürger tun können

Wenn die Abfuhr aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse nicht funktioniert hat, dann können bei der nächsten regulären Abfuhr Säcke dazu gestellt werden. „Aus Kapazitätsgründen kann die Karl Meyer Kommunalentsorgung keine weiteren Ausweichtermine anbieten“, sagt Beneke.

Eis und Glätte sorgen für Probleme

Grundsätzlich gilt: Die winterlichen Wetterverhältnisse können bei der Müllabfuhr zu Abfuhrproblemen führen. „Kommt es durch Schnee, Eisregen oder überfrierende Nässe zu glatten Straßen, können je nach Ausmaß Straßen und Wege nicht befahren werden“, betont Beneke.

Würde ein Müllfahrzeug ins Rutschen kommen, wären nicht nur parkende Fahrzeuge und Gebäude, sondern auch Menschen stark gefährdet. „Ob glatte Straßen befahrbar sind, entscheidet der Fahrer des Müllwagens vor Ort. Nur er kann die Gefahr abschätzen“, so Beneke.

Spezialfall Biotonne - so verhindert man das Festfrieren

Für eine reibungslose Abfuhr der Biotonne sollte diese möglichst erst am Abfuhrtag bis spätestens 7 Uhr an die Straße gestellt werden. Bis dahin sollte die Tonne einen möglichst frostsicheren Standort haben. Feuchte Bioabfälle werden am besten eingepackt, zum Beispiel in Zeitungspapier, rät das Amt Abfall und Kreislaufwirtschaft. Wenn die Bioabfälle dennoch festfrieren, müssen diese am Abfuhrtag zum Beispiel mit einem Spaten vom Tonnenrand gelöst werden.

Auf der Internetseite der Abfallwirtschaft des Landkreises gibt es weitere Tipps zur Müllabfuhr im Winter. (set/pm)

U
Ulla Bowe
07.01.202616:37 Uhr

Es ist ein ewiges Jammern, aber die Müllentsorger selbst arbeiten ohne Rücksicht auf Fußgänger:innen, Menschen mit Kinderwagen, im Rollstuhl und an Rollatoren. Die entleerten Tonnen werden einfach mitten auf den Gehweg zurück geschleudert. Aktuell in dieser Woche habe ich den Fußweg in unserer Strasse zu Dokumentationszwecken, weil's mir schon lange auffällt, einmal vor der Tonnenabholung fotografiert und dann nach der Abholung. Die Tonnen standen zuvor korrekt seitlich am Grundstücksrand, ohne Gehwegnutzer:innen zu behindern; nachdem das Müllfahrzeug durch war, gab es für die oben genannten Verkehrsteilnehmer:innen kein Durchkommen mehr, ohne daß sie an jeder Hauseinfahrt die Tonne selbst beiseite schieben oder, falls das aus Gründen der Geheinschränkungen nicht möglich war, auf die Strassen mit vereistem Schneerand ausscheren mussten.
Die Müllentsorger sollten bedenken, daß, wenn sie mit dem Finger auf andere zeigen, mindestens drei Finger der Hand auf sie zurück weisen.
MichaelBowe

J
Jochen Mextorf antwortete am
07.01.202616:49 Uhr

Profecto.

R
Rainer Lilje-Halbritter
07.01.202614:26 Uhr

Wenn ich die Biotonne um sieben Uhr rausstelle und die Müllabfuhr kommt erst mittags, soll ich dann den ganzen Vormittag mit dem Spaten daneben stehen? Wie soll das funktionieren? Und wer ist eigentlich dafür verantwortlich, dass die Straßen nicht geräumt werden? Gerade Nebenstraßen werden von der Stadt Stade nicht mehr oder nur noch sehr sporadisch geräumt. Aber die Gebühren für die Müllabfuhr werden trotzdem fällig, egal, ob eine Leistung erbracht wurde oder nicht. (Wenn ich nicht zur Arbeit komme, weil es glatt ist, bekomme ich auch kein Geld. Der Landkreis dagegen darf auch bei Nichtleistung kassieren.)

J
Jochen Mextorf antwortete am
07.01.202615:46 Uhr

Man sollte im Falle der ausgebliebenen Abfuhr, diese finanziell reklamieren. Selbst wenn die Abfuhr zwei Wochen später erfolgt, bedarf es des Kaufes von offiziellen Säcken, deren Kosten nicht erstattet werden.

J
Jochen Mextorf
07.01.202612:57 Uhr

Schlecht geräumte Straßen deuten auf nicht funktionierende städtische Organisation hin. In den skandinavischen Ländern wird der Schnee mittels Lastwagen aus dem Ort heraus transportiert.

J
Jochen Mextorf
07.01.202611:00 Uhr

Die Ratschläge betreffend Biotonne sind nicht praktikabel. Und die Säcke muss der Bürger bezahlen.

H
Heiko Kania antwortete am
07.01.202614:20 Uhr

"Schlecht geräumte Straßen" scheinen tatsächlich "besenrein" zu meinen. Der Haferkamp hier in Harsefeld ist "schlecht geräumt". Heißt: feste, mit gepresstem Schnee bedeckte frei befahrbare Straße. Kein Problem für die Berufstätigen, den Behindertentransport zu den Werkstätten des DRK nach Stade. Und der Berichterstattung des ST nach ebenfalls nicht für das schwere DLRG-Fahrzeug am Montag (Wasserrettung am Regenrückhaltebecken). Irgendwie habe ich den Eindruck, "Resilienz" unserer Gesellschaft scheint spätestens bei 15cm Neuschnee zu enden. Sehr ernüchternd, finde ich. Ein Glück für uns, dass zumindest unsere Freiwilligen Feuerwehren und der DRK Rettungsdienst dieses "Mindset" der Müllabfuhr nicht teilen.

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