Wetterdienst warnt vor Glätte und Frost im Landkreis Stade
TAGEBLATT-Leserin Kirsten Mansfeld hat dieses frostige Bild in Asselermoor fotografiert. Foto: privat
Auch zum Wochenstart hat der Winter den Kreis Stade voll im Griff. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor glatten Straßen, auch die Polizei äußert sich.
Landkreis. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt auch für die kommenden Tage vor verbreiteter Glätte, Schneeschauern und teils schweren Sturmböen. Für den Landkreis Stade warnt der Wetterdienst am Montag bis 11 Uhr vor Glätte. Zusätzlich soll mäßiger Frost zwischen -3 und -7 Grad auftreten.
So wird das Wetter im Kreis Stade
Nach Angaben des DWD wird Niedersachsen derzeit von kalter Luft aus nordwestlicher bis westlicher Richtung beeinflusst. Die Höchsttemperatur im Kreis Stade liegt am Montag bis -1 Grad, in der Nacht auf Dienstag fätt das Thermometer dann auf -3 Grad. Auch für den weiteren Wochenverlauf sind Minusgrade angesagt, zur Wochenmitte hin soll neuer Schnee fallen.
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Mehrere Glätte-Unfälle in der Stader Region am Wochenende
Die Polizei appelliert an Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrzeuge vor dem Losfahren komplett von Eis und Schnee zu befreien. Sie sollen ihre Geschwindigkeit den winterlichen Bedingungen anpassen, ausreichend Abstand halten und besonders vorsichtig fahren. Am Wochenende gab es im Landkreis Stade zahlreiche Unfälle. Zusätzlich krachten schneebeladene Äste auf die Straßen. (fe/dpa)
Eisige Seen und Teiche: Betreten verboten!
So schön der Winter auch ist: Eisflächen sind nicht sicher und können jederzeit einbrechen, warnt die Cuxhavener Polizei, und weist darauf hin: Das Betreten zugefrorener Seen und Teiche ist strengstens untersagt.
Das Eis knackt? So handelt man richtig
Im Zweifel verkneift man sich die Runde auf dem Eis also lieber - Leichtsinn kann lebensgefährlich werden. Trägt das Eis doch nicht, kommen gleich zwei Gefahren zusammen: Betroffenen droht nicht nur das Ertrinken, sondern auch lebensgefährliche Unterkühlungen können auftreten - innerhalb weniger Minuten, wie es von der DRK-Wasserwacht heißt.

Den frostigen Viver in Buxtehude hat Charly Bach aufs Bild gebannt. Foto: privat
Was also tun, wenn das Eis auf einmal knackt und sich Risse bilden? Die Experten der DRK-Wasserwacht raten, sich nun flach hinzulegen. So kann man sein Körpergewicht auf größerer Fläche verteilen. Das erhöht die Chance, dass das Eis hält. In dieser Position robbt man langsam Richtung Ufer und kann sich so im besten Falle in Sicherheit bringen.
Und wenn das Eis tatsächlich bricht? Dann lautet ein wichtiger Tipp: Arme schnell ausbreiten. So kann man verhindern, dass der Körper unter die Eisdecke taucht. Und dann? Die DRK-Wasserwacht rät, das Eis in die Richtung zu brechen, aus der man gekommen ist. Und zwar so lange, bis es wieder dicker wird. An dieser Stelle kann man probieren, sich zurück auf die Eisoberfläche zu rollen und zurück an Land zu kriechen.
Wie Außenstehende am besten helfen
Wie helfen Außenstehende am besten, wenn sie mitbekommen, dass jemand ins Eis eingebrochen ist? Erst einmal wichtig: den Notruf 112 wählen.
Winterwunderland im Landkreis Stade
Die besten verschneiten Schnappschüsse der TAGEBLATT-Leser.
Wenn möglich, sollten Helferinnen und Helfer die Rettung von Land aus versuchen, rät die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Dafür werfen oder schieben sie der verunglückten Person ein Hilfsmittel zu, an dem sie sich festhalten und herausziehen kann. Im besten Fall ist das ein Rettungsring oder -ball. Behelfen kann man sich laut DLRG aber auch mit Brettern, Leitern, Ästen, Teilen von Holzzäunen oder auch Gartenmöbeln aus Holz.

Winterliche Stimmung an der Este, Sandra Fliegner hatte den Finger in der Bahnhofstraße in Buxtehude am Auslöser. Foto: privat
Kann man die verunglückte Person vom Ufer aus nicht erreichen, muss man als Helfer oder Helferin selbst aufs Eis. Wichtig laut DLRG: sich der Unglücksstelle nie stehend nähern, sondern sich im Liegen dorthin schieben. Wenn möglich, sollte mal das als Helfer oder Helferin auf einer großflächigen Unterlage tun, etwa auf einem breiten Brett oder einer Tür. Gut auch, wenn man mit einer Leine oder einem Seil am Ufer gesichert ist.
Hat man sich der verunglückten Person genähert, kommt auch hier ein Hilfsmittel wie eine Leiter oder ein Brett zum Einsatz, das man ihr anbietet, sodass sie sich daran aus dem Wasser herausziehen kann.
Zurück an Land: So geht Erste Hilfe
Erleichterung - der Weg an Land ist geschafft: Wichtig ist nun, dass die Person nicht noch weiter auskühlt. Daher sollte man sie der DRK-Wasserwacht zufolge an einen warmen Ort bringen. Ebenfalls wichtig: ihr die nasse Kleidung ausziehen und sie in eine warme Decke wickeln.
Wie handelt man richtig, wenn die verunglückte Person bewusstlos ist? Atmet sie normal, sollte man sie in die stabile Seitenlage bringen. Liegt keine normale Atmung vor, ist es Zeit für eine Herz-Lungen-Wiederbelebung. Sie besteht aus 30-mal Herzdruckmassage und zwei Atemspenden im Wechsel - so lange, bis der Rettungsdienst übernimmt.