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Debatte

Hasnain Kazim liest im April in Steinkirchen aus „Der Islam und ich“

Hasnain Kazim stellt sein neues Buch "Der Islam und ich" in Steinkirchen vor.

Hasnain Kazim stellt sein neues Buch "Der Islam und ich" in Steinkirchen vor. Foto: Peter Rigaud/Penguin

Warum hassen Sie den Islam? Mit dieser Frage wird Hasnain Kazim immer wieder konfrontiert, vielleicht auch bei seiner Lesung aus „Der Islam und ich“ in Steinkirchen.

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Von Björn Vasel
Montag, 02.03.2026, 14:50 Uhr

Steinkirchen. Die Samtgemeinde Lühe lädt zu einer besonderen Autorenlesung ein: Bestsellerautor Hasnain Kazim stellt am Mittwoch, 15. April, um 19 Uhr in der Aula des Schulzentrums Steinkirchen sein neues Buch „Der Islam und ich“ vor. Der Kartenvorverkauf hat begonnen, die Karten gibt es für zwölf Euro im Hollerner Hof in Hollern und bei Lille Lispeltute in der Bürgerei in Steinkirchen.

Altländer Autor stellt neues Buch vor

Seit vielen Jahren organisiert Samtgemeindebürgermeister Timo Gerke Lesungen mit dem in Hollern-Twielfleth aufgewachsenen Publizisten - ob am Bassenflether Strand, auf Obsthöfen oder in der Oberschule. Hasnain Kazim, der heute in Wien lebt, fühlt sich dem Alten Land weiter stark verbunden.

Bei seiner letzten Lesung im Herbst 2024 füllte der frühere Spiegel-Redakteur an zwei Abenden das Schulzentrum bis auf den letzten Platz. Auch diesmal dürfen sich die Besucher auf einen nachdenklichen und unterhaltsamen Abend freuen.

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Mit „Der Islam und ich“, das am 11. März im Penguin Verlag erscheint, legt Hasnain Kazim einen sehr persönlichen Essay vor. Darin setzt er sich mit seinem ambivalenten Verhältnis zum Islam auseinander - geprägt von seiner Familie, seiner norddeutschen Heimat und seinen Jahren als Korrespondent in muslimisch geprägten Ländern. Das Buch verbindet persönliche Erfahrungen mit weltpolitischen Entwicklungen und plädiert für religiöse Toleranz, Demokratie und Menschenrechte.

Ambivalentes Verhältnis zur Religion

Immer wieder ist er mit Fragen wie diesen konfrontiert: Herr Kazim, warum hassen Sie den Islam? Was haben Sie gegen Muslime? Warum zeigen Sie so wenig Empathie gegenüber den leidenden Palästinensern? Hasnain Kazim, Spross einer schiitisch-muslimischen Familie und selbst evangelisch-christlich aufgewachsen, nimmt sich in seinem neuen Buch solche Vorwürfe zu Herzen.

Der „Kalif“ von Hollern-Twielenfleth, Hasnain Kazim (links) und seine Hofmusiker Holly Chorengel und Dylan Vaughn vor der Vorpremiere von „Mein Kalifat“ im Jahr 2021 am Strand in Bassenfleth. Im Hintergrund: die Moschee (AKW Stade).

Der „Kalif“ von Hollern-Twielenfleth, Hasnain Kazim (links) und seine Hofmusiker Holly Chorengel und Dylan Vaughn vor der Vorpremiere von „Mein Kalifat“ im Jahr 2021 am Strand in Bassenfleth. Im Hintergrund: die Moschee (AKW Stade). Foto: Vasel

In dem pointierten Essay setzt er sich laut Verlagssprecherin mit seinem ambivalenten Verhältnis zu der Religion auseinander, der ein Großteil seiner Verwandtschaft angehört. Kazim selbst hat jahrelang als Korrespondent in muslimisch geprägten Ländern, in Pakistan und der Türkei, gelebt. Entlang weltpolitischer Ereignisse und privater Erfahrungen zeichnet er sein persönliches Bild des Islam, widmet sich familiären Zwängen sowie Fragen der Gleichberechtigung. Dem Kampf für Demokratie, für religiöse Toleranz und Menschenrechte, der auch innerhalb des Islam geführt wird.

Ein Text, der das Unbehagen vieler Menschen in Worte kleidet und zugleich pauschaler „Islamkritik“ etwas entgegensetzt.

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