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Schwester niedergestochen? Falscher Notruf löst Polizeieinsatz aus

Mit Maschinengewehren bewaffnete Polizisten umstellten das Haus. (Symbolbild)

Mit Maschinengewehren bewaffnete Polizisten umstellten das Haus. (Symbolbild) Foto: Lenthe-Medien (Archiv)

Bei der Polizeiinspektion Rotenburg ging am Freitag ein Anruf ein. Ein Unbekannter gab an, seine Schwester niedergestochen zu haben.

Von Redaktion Montag, 09.02.2026, 10:00 Uhr

Sottrum. Am frühen Freitagabend meldete sich ein unbekannter Mann bei der Polizeiinspektion Rotenburg. Er gab an, in Sottrum seine Schwester niedergestochen zu haben.

Wie der Rotenburger Polizeisprecher Marvin Teschke mitteilt, habe eine sofortige Überprüfung schnell Entwarnung gebracht: Den Bewohnerinnen und Bewohnern ging es gut, der mutmaßliche Anrufer lebte nicht an der angegebenen Adresse.

Ermittlungen nach Swatting-Versuch laufen

Warum der Unbekannte die Straftat vortäuschte, ist derzeit unklar. „Möglicherweise handelt es sich um einen sogenannten Swatting-Versuch“, sagt Teschke. Dabei werden Polizeieinsätze durch falsche Behauptungen an der Anschrift Unbeteiligter provoziert.

Das Swatting gehört zu den relativ neuen Internetphänomenen. Meist spionieren dabei Internetnutzer die Daten und Adressen von Live-Streamern aus und wenn diese dann im Internet live ihre Inhalte präsentieren oder am Computer spielen, setzen sie einen missbräuchlichen Notruf ab.

„Swatting ist ein gefährliches Phänomen und kann für Betroffene sowie deren Angehörige traumatisierende Folgen haben“, so Teschke weiter. Die Polizei habe strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.

Essen auf Herd vergessen - Mehrparteienhaus evakuiert

Am Freitagabend hatte die Rotenburger Polizei einen weiteren Einsatz: Gegen 18.20 Uhr hatte in einem Mehrparteienhaus in der Brandenburger Straße ein Brandmelder ausgelöst. Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden vorsorglich evakuiert.

In der betroffenen Wohnung habe eine Bewohnerin Essen auf dem Herd vergessen, wodurch es zu einer starken Rauchentwicklung gekommen sei. Die Frau wurde vorsorglich wegen einer möglichen Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus gebracht. Die übrigen Hausbewohner blieben unverletzt. Alle Personen konnten schnell in ihre Wohnungen zurückkehren. (tom/pm)

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