Festnahmen: Hatten Serieneinbrecher ihren „Sitz“ in Hollenstedt?
Auf frischer Tat: Nach einem Einbruch in Rüspel nahm die Polizei zwei Bandenmitglieder fest. (Symbolbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
Verdeckte Ermittler beobachteten jeden Schritt, dann griffen sie zu und sind sich sicher: Hier ist eine Bande am Werk.
Rotenburg/Hamburg. Drei Monate lang ermittelte der Zentrale Kriminaldienst der Polizeiinspektion Rotenburg sowie der Kriminal- und Ermittlungsdienst des Polizeikommissariats Osterholz der Polizeiinspektion Verden/Osterholz unter Leitung der Staatsanwaltschaft Verden. Der Tätergruppe aus Braunschweig, Hildesheim und Hollenstedt wird vorgeworfen, seit mindestens März 2026 eine Vielzahl von Wohnungseinbrüchen in den Landkreisen Rotenburg und Osterholz begangen zu haben.
Hausdurchsuchung in Hollenstedt
Nach intensiven verdeckten Ermittlungen erfolgte am 1. Juli der Zugriff auf zwei mutmaßliche Bandenmitglieder. Ein 42-jähriger Mann und eine 33-jährige Frau wurden kurze Zeit nach einem Wohnungseinbruch in Rüspel (Kreis Rotenburg) durch Kräfte einer Spezialeinheit in Rhadereistedt festgenommen. In dem Tatfahrzeug konnte mutmaßliches Diebesgut sowie Tatwerkzeug sichergestellt werden.
Bei der anschließenden Hausdurchsuchung in Hollenstedt wurden zahlreiche Beweismittel sichergestellt. Neben einer Bargeldsumme im mittleren vierstelligen Bereich und Schmuck wurde weiteres Diebesgut aufgefunden, das früheren Taten zugeordnet werden konnte.
Die Ermittlungen zu den weiteren Bandenmitgliedern sowie möglichen weiteren Taten dauern an.
Zwei Festnahmen nach Schüssen in Hamburg-Heimfeld
Die Polizei hat im Zusammenhang mit einer Schießerei im Hamburger Stadtteil Heimfeld zwei Männer vorläufig festgenommen. Gegen einen 46-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen, ein 31-Jähriger wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.
Mitte Juni war es in einer Parkanlage zu Schussabgaben gekommen, bei denen ein 45-Jähriger schwer verletzt wurde. Die gemeinsam mit dem Drogendezernat geführten Ermittlungen brachten die Ermittler des Landeskriminalamtes auf die Spur der beiden Männer.
34.000 Euro sichergestellt
Bei der Durchsuchung von drei Wohnungen in den Stadtteilen Harburg und Neugraben sowie im niedersächsischen Meckelfeld wurden zwei scharfe Schusswaffen, mehrere Mobiltelefone, geringe Mengen Betäubungsmittel und insgesamt rund 34.000 Euro sichergestellt.
Auch die beiden Tatverdächtigen wurden angetroffen. Gegen beide wird wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Ob es sich bei einem der beiden Männer um den Schützen handelt, steht bislang nicht fest. Die gemeinsamen Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an. (dpa/he)
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