Zähl Pixel
Winterspaß

Das TAGEBLATT sucht die besten Rodelstrecken im Kreis Stade

Rodeln ist im Kreis Stade nicht nur am Deich möglich.

Rodeln ist im Kreis Stade nicht nur am Deich möglich. Foto: Felsch

Das weiße Winterwunderland sieht nicht nur gut aus, es kann auch viel Spaß machen. Hier finden Sie einige Rodelpisten im Landkreis Stade - manchmal ist Vorsicht geboten.

author
Von Mario Battmer
Mittwoch, 07.01.2026, 11:40 Uhr

Landkreis. Auch in dieser Woche werden noch weitere Schneefälle erwartet, spätestens zum Freitag rechnen Wetterexperten mit viel Neuschnee. Das könnte auch einige Rodelstrecken im Kreis Stade wieder flott machen.

Rodelstrecken: Tipps der TAGEBLATT-Redaktion

Seit am Freitag der erste Schnee fiel, sausen die Menschen auf ihren liebsten Pisten. Auch aus der TAGEBLATT-Redaktion gibt es einige Tipps für gute Strecken im Landkreis:

  • In Buxtehude am Bullenberg
  • In Buxtehude-Immenbeck, Waldweg, vor den Wohnhäusern rechts in den Wald
  • In Stade an der Kita Thuner Straße
  • In Himmelpforten hinter der Tennishalle auf dem neuen Spielplatz
  • In Dollern am Tannenweg
  • In Dollern in der alten Kieskuhle an der Altländer Straße
  • In Horneburg in den Kalkwiesen

Mit Schlitten und Bob den Elbdeich hinunter

Gut lässt es sich erfahrungsgemäß auch entlang der vielen Kilometer Elbdeich im Kreis rodeln. Eigentlich ist das Betreten der Deiche - und damit natürlich auch das Rodeln - nicht offiziell erlaubt. So steht es im Deichgesetz, das es so nur in Niedersachsen gibt. Nur die Benutzung, die dem Deicherhalt dient, ist demnach gestattet.

Erfahrungsgemäß dulden die Deichverbände den Winterspaß allerdings, solange die Grasnarbe keinen Schaden nimmt. Darüber informierten die zuständigen Stellen am Wochenende auch auf den sozialen Medien.

Aufruf: Schicken Sie uns Ihre Lieblingsplätze zum Rodeln

Sie gehen bei Schnee mit Ihren Kindern oder selber rodeln? Oder Sie erinnern sich noch an Ihren liebsten Platz, an dem man mit einem Schlitten den Hang herabsausen kann? Dann schreiben Sie uns eine Mail mit ein paar zusätzlichen Informationen an online@tageblatt.de, gerne auch mit einem Foto.

Hinweis: Mit der Einsendung Ihrer Bilder erklären Sie sich mit einer Veröffentlichung in allen TAGEBLATT-Medien einverstanden.

Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h

Rodeln ist ein Breitensport. Ein Winterspaß, den auch Familien und Kinder gemeinsam unternehmen können. Aber: Auf steilen Pisten können beim Schlittenfahren Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometer pro Stunde erreicht werden, je nach Hang, Schlitten und Gewicht/Körperhaltung. „Wer dann seinen Schlitten nicht unter Kontrolle hat, riskiert schwere Verletzungen - nicht nur bei sich selbst, sondern auch bei anderen“, schreibt unter anderem die AOK in ihrem Gesundheitsmagazin.

Dementsprechend sollten Rodler Vorsicht walten lassen. Häufig schätzten Rodler ihre Geschwindigkeit und somit auch den Bremsweg falsch ein. Zudem sollten auf einem normalen Holzschlitten maximal zwei Personen Platz nehmen. „Man sollte nicht mit dem Kopf voraus auf dem Schlitten fahren, das erhöht das Verletzungsrisiko und erschwert das Bremsen“, heißt es bei der AOK.

Zudem sollten Rodler einige Grundregeln beachten. Das Portal Rodelfuehrer.de hat diese zusammengefasst, hier ein Auszug:

  • Beim Aufstieg auf abfahrende Rodler achten, besondere Vorsicht auf Kinder und Hunde
  • Möglichst in der Innenkurve aufsteigen. Und: nicht in Kurven stehen bleiben, egal ob mit dem Schlitten bergab oder zu Fuß den Hang wieder hinauf
  • Bei einem Sturz, die Rodelbahn sofort verlassen
  • Nicht zu knapp hintereinanderfahren
  • Gegebenenfalls auf entgegenkommende Pkw achten

Die richtige Ausstattung und Übersicht sind wichtig

Das Mobilitätsmagazin von bussgeld.org mahnt, sich die Strecke gut anzuschauen: „Ist das Gelände übersichtlich und können Hindernisse rechtzeitig erkannt werden? Ist der Hang zu steil oder vereist? Läuft er flach aus und bietet einen sicheren Bremsweg?“ Zu einem sicheren Bremsweg gehört auch, zu wissen, wo die Strecke endet - damit Rodler nicht plötzlich auf der Straße, einer Wand oder einem Hindernis enden.

Wichtig ist auch die Ausstattung: Dazu gehören festes Schuhwerk sowie wasserdichte und gepolsterte Winterkleidung und Handschuhe. Diese isolieren nicht nur gegen Kälte, sondern können bei einem Schlittenunfall auch Stürze abfedern. „Achten Sie beim Schlittenkauf darauf, dass der Schlitten gut lenkbar ist und sich leicht abbremsen lässt“, schreibt bussgeld.org. Und: „Ein Fahrrad- oder Skihelm bietet die beste Sicherheit für Rodler, da er sie bei einem Schlittenunfall vor Kopfverletzungen schützen kann.“

ADAC: Crashtest-Dummy rast mit Schlitten gegen eine Wand

Auch der ADAC plädiert dafür, auch auf der Rodelpiste einen Helm zu tragen. Um zu zeigen, welche Kräfte bei einem Zusammenstoß auf dem Schlitten sind, simulierte der Verein Unfälle auf dem Schlitten mit einem speziellen Crashtest-Dummy.

Das Fazit: „Selbst bei der eher moderaten Geschwindigkeit von 25 km/h kam es auch mit Helm zu gravierenden Verletzungen.“ Hände und die Bänder im Kniegelenk seien in Mitleidenschaft gezogen worden, genauso wie das Fußgelenk. Auch am Halswirbel und im Nackenbereich wäre es zu Schäden gekommen. „Ein Helm ist also bei Weitem kein automatischer Rundumschutz, er schützt aber sehr effektiv vor lebensgefährlichen Kopfverletzungen.“

Copyright © 2025 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel