Rodeln im Kreis Stade: Diese 10 Strecken empfehlen die TAGEBLATT-Leser
Das Rodeln am Bullenberg in Buxtehude hat Leserin Janina Nasri schon als Kind geliebt. Foto: Janina Nasri
Tief Elli bescherte dem Kreis Stade Schnee en masse – perfekte Bedingungen zum Rodeln am Wochenende. TAGEBLATT-Leser verraten ihre Lieblingsstrecken.
Landkreis. Sturm Elli fegte am Freitag über den Kreis Stade. Mit dabei: jede Menge Schnee. Das TAGEBLATT hat seine Leser gefragt, welche Rodelstrecken sie empfehlen können. Hier ein Überblick:
Top 10 Rodelstrecken im Kreis Stade
- In Buxtehude am Bullenberg.
- In Buxtehude-Immenbeck: Waldweg, vor den Wohnhäusern, rechts in den Wald.
- In Stade an der Kita Thuner Straße.
- In Stade-Campe auf dem Spielplatz im Streuheidenweg.
- In Himmelpforten hinter der Tennishalle auf dem neuen Spielplatz.
- In Dollern am Tannenweg.
- In Dollern in der alten Kieskuhle an der Altländer Straße.
- In Horneburg in den Kalkwiesen.
- Auf der Elbinsel Krautsand am Deich.
- In Sauensiek am Litberg.
Interaktive Karte: Die 10 Rodelstrecken-Tipps in der Übersicht
Wo das Rodeln geduldet ist – und wo nicht
Ist Rodeln auch überall erlaubt? Auf den Deichen, wo am Wochenende viel los war, offiziell nicht. Aber der Deichverband drückt beim Rodeln ein Auge zu.
Ist die Schneedecke dick und sogar Eis drauf, kann beim Rodeln laut Oberdeichrichter Wilhelm Ulferts eigentlich nichts passieren.
Aber wird der Schnee knapp und die Kufen stoßen auf Gras oder Klei, sollte man mit dem Rodeln aufhören, um die Grasnarbe nicht zu beschädigen. „Ich würde Eltern bitten, das Ganze sofort zu beenden, da dann der Deich Schaden nimmt“, so Ulferts.
Rodelbahn genau auskundschaften
Generell sollte eine Rodelbahn nicht an Straßen, Gewässer, Mauern oder Parkplätze grenzen und über genügend Auslauf am Ende verfügen.
Wie wäre es dann im Wald? „Das Rodeln im Wald (wozu auch die Forststraßen oder Waldwege gehören) gilt als Befahren und erfordert daher die Zustimmung der Waldeigentümerin bzw. des Waldeigentümers oder der Erhalterin bzw. des Erhalters der Forststraße.“ Darauf weist das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft auf seiner Homepage hin.

In Kranenburg zog Leser Jan-Heinz von Glahn zwölf Kinder auf ihren Schlitten hinter seinem Trecker her. Foto: Jan-Heinz von Glahn
Ähnlich sieht es bei Ackerflächen aus: Ohne Erlaubnis sollte man verschneite Flächen nicht einfach nutzen, rät der Versicherer Ergo. Gerade wenn wenig Schnee liege, könne ein Schlitten auf dem Feld erheblichen Schaden anrichten.
Mit bis zu 60 km/h den Hügel herunter
Rodeln ist mehr als nur ein Winterspaß. Es ist ein Breitensport, den auch Familien und Kinder gemeinsam ausüben können. Aber: Auf steilen Pisten können beim Schlittenfahren Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometer pro Stunde erreicht werden, je nach Hang, Schlitten und Gewicht/Körperhaltung.
„Wer dann seinen Schlitten nicht unter Kontrolle hat, riskiert schwere Verletzungen - nicht nur bei sich selbst, sondern auch bei anderen“, schreibt unter anderem die AOK in ihrem Gesundheitsmagazin.
Dementsprechend sollten Rodler Vorsicht walten lassen. Häufig schätzten Rodler ihre Geschwindigkeit und somit auch den Bremsweg falsch ein. Zudem sollten auf einem normalen Holzschlitten maximal zwei Personen Platz nehmen. „Man sollte nicht mit dem Kopf voraus auf dem Schlitten fahren, das erhöht das Verletzungsrisiko und erschwert das Bremsen“, heißt es bei der AOK.
Grundregeln für das Rodeln
Zudem sollten Rodler einige Grundregeln beachten. Das Portal Rodelfuehrer.de hat diese zusammengefasst, hier ein Auszug:
- Beim Aufstieg auf abfahrende Rodler achten, besonders auf Kinder und Hunde.
- Möglichst in der Innenkurve aufsteigen. Und: nicht in Kurven stehen bleiben, egal ob mit dem Schlitten bergab oder zu Fuß den Hang wieder hinauf.
- Bei einem Sturz, die Rodelbahn sofort verlassen.
- Nicht zu knapp hintereinanderfahren.
- Gegebenenfalls auf entgegenkommende Pkw achten.
(tom/bat/set)