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Tief „Elli“ im Anmarsch: Schnee, Sturm, Zugausfälle im Kreis Stade erwartet

Den Kreis Stade erwarten am Freitag Schneeverwehungen.

Den Kreis Stade erwarten am Freitag Schneeverwehungen. Foto: Weselmann

Neuer Schnee, stürmischer Ostwind und Schneeverwehungen: Dem Landkreis Stade steht ein turbulenter und kalter Freitag bevor. Die Deutsche Bahn rechnet mit Zugausfällen und Verspätungen.

Von dpa Donnerstag, 08.01.2026, 05:50 Uhr

Landkreis. Das Winterwetter wird den Landkreis Stade auch in den kommenden Tagen weiter fest im Griff haben – dann auch mit stürmischem Ostwind, viel Neuschnee und der Gefahr von Schneeverwehungen.

„Bisher hatten wir nur das Winterwetter mit den Schneefällen. Dazu kommt am Freitag der Sturm“, sagte Adrian Leyser Sturm, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD), der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Es müsse dann mit winterlichen Straßenverhältnissen gerechnet werden.

„Wir gehen davon aus, dass es im Laufe des Freitags recht verbreitet zu Verkehrsbehinderungen kommen wird – aufgrund des Neuschnees und der Schneeverwehungen“, sagte der Meteorologe.

Ersten neuen Schnee bringen atlantische Tiefausläufer schon Donnerstag und Freitag in vielen Teilen Norddeutschlands, nur Vorpommern sei ausgenommen, sagt der Meteorologe. Die Temperaturen werden vorübergehend etwas milder.

Deutsche Bahn: Reisende müssen sich auf Zugausfälle einstellen

Es komme ab Donnerstag, 8. Januar, zu Verspätungen und Zugausfällen im Fernverkehr, meldet die Deutsche Bahn im Internet. Vorsorglich sei die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf einzelnen Schnellfahrstrecken reduziert worden. Fahrgäste sollen den Angaben nach prüfen, ob sie ihre Reise verschieben können.

Auch Start Unterelbe kündigt schon vorsorglich auf der Homepage erhebliche Verspätungen in den nächsten Tagen an. Zugausfälle seien möglich.

Beim Verkehrsbetrieb Metronom werde ab Donnerstag unter anderem zusätzliches Personal in der Leitstelle eingesetzt, um schnell auf verschiedene Situationen reagieren zu können.

Der schlussendliche Betrieb auf der Schiene sei aber von der Infrastruktur der Deutschen Bahn abhängig: Sollten Weichen oder andere Anlagen witterungsbedingt nicht betriebsfähig sein, könne es trotz aller Vorbereitung zu hohen Verspätungen oder flächendeckenden Zugausfällen kommen, ist beim Metronom auf Instagram nachzulesen.

Wie das Wetter in den nächsten Tagen wird

Am Donnerstag warnt der DWD im Landkreis Stade noch bis 13 Uhr vor Schneefall, die Temperaturen liegen dann zwischen 0 und -3 Grad. Den Angaben nach sind Schneemengen zwischen 2 und 5 cm möglich, verbreitet werde es glatt. Zudem warnt der DWD bis einschließlich 18 Uhr vor Frost und Glätte.

„Richtig spannend wird es in der Nacht zu Freitag und am Freitag tagsüber. Da nähert sich nämlich das Sturmtief ‚Elli‘“, sagte Leyser Sturm. Der Höhepunkt der Schnee- und Sturmlage werde für den Freitagnachmittag erwartet.

Wegen möglicher Schneeverwehungen rechnen Meteorologen am Freitag mit Verkehrsbehinderungen.

Wegen möglicher Schneeverwehungen rechnen Meteorologen am Freitag mit Verkehrsbehinderungen. Foto: Christian Charisius/dpa

Dann bringe stürmischer Ostwind Kaltluft aus Osteuropa. Einsetzender, kräftiger Niederschlag soll dann durchweg als Schnee fallen. „Es ist davon auszugehen, dass am Freitag im Tagesverlauf nennenswerter Neuschnee zusammenkommt in weiten Teilen Norddeutschlands, der aufgrund des starken Ostwindes auch verwehen kann“, sagte der DWD-Wetterexperte.

Verbreitet sei dann mit Neuschneemengen von 5 bis 10 Zentimetern zu rechnen, regional seien bis zu 15 Zentimeter möglich. Noch ließen sich Schwerpunkte aber nicht genau festlegen.

„Die Schneeverwehungen können natürlich deutlich höher werden“, sagte Leyser Sturm. Straßen und Wege könnten dadurch dann immer wieder mit Schnee zugeweht werden. Ab Freitagnachmittag gebe es zudem Dauerfrost. Die Höchsttemperaturen liegen bei -1 bis -2 Grad.

Wie es am Wochenende weitergeht

In der Nacht zu Samstag fallen die Temperaturen auf -5 Grad ab, tagsüber beruhige sich die Wetterlage dann aber langsam, sagte Leyser Sturm. Die Schneefälle sollen im Laufe des Wochenendes nachlassen. Es bleibt wechselnd bewölkt, die Höchsttemperaturen liegen bei -3 Grad. (tom/vdb/dpa)

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel wurde um 12 Uhr aktualisiert.

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