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Umweltbundesamt

UBA-Präsident für Bündnisse von Klimaschutz-Vorreitern

Staaten, die für ambitioniertere Klimaziele sind, sollten nach Ansicht von UBA-Präsident Dirk Messner Bündnisse bilden, um gemeinsam Fortschritte zu machen. (Archivbild)

Staaten, die für ambitioniertere Klimaziele sind, sollten nach Ansicht von UBA-Präsident Dirk Messner Bündnisse bilden, um gemeinsam Fortschritte zu machen. (Archivbild) Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Ergebnisse der Weltklimakonferenz beschreibt der Präsident des Bundesumweltamts, Dirk Messner, als „alles andere als ideal“. Wie es aus seiner Sicht nun weitergehen sollte beim Klimaschutz.

Von dpa Sonntag, 23.11.2025, 05:05 Uhr

Dessau-Roßlau. Nach einem durchwachsenen Ergebnis der Weltklimakonferenz empfiehlt der Präsident des Umweltbundesamts (UBA), Dirk Messner, Bündnisse ehrgeiziger Staaten. „Mehr als 80 Länder hatten sich in den vergangenen Tagen für klare Ausstiegsstrategien aus fossilen Energien engagiert“, sagte Messner der Deutschen Presse-Agentur. „Hier gilt es Vorreiterallianzen zu bauen“, sagte er.

Der „Silberstreif am Horizont“

Das im brasilianischen Belém erzielte Ergebnis sei „alles andere als ideal“, betonte Messner, vor allem, weil es keine klare Aussage und keinen Zeitplan zum Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas gebe. „Öl- und Gasexportinteressen von Ländern wie Saudi-Arabien, Russland und den USA haben gemeinsame Klimafortschritte blockiert. Auch China hat klare Aussagen zum Ausstieg aus fossilen Energieträgern verhindert.“

Doch immerhin gebe es eine freiwillige Vereinbarung, das Thema weiter zu diskutieren, erklärte Messner. „Das ist der Silberstreif am Horizont und sollte nicht unterschätzt werden. Und es ist besser als gar kein Ergebnis.“

Die Klimakrise verschärft sich

Zugleich wies der UBA-Präsident auf die Dringlichkeit des Problems hin. „Die Wissenschaft ist eindeutig: Wenn wir die globale Erwärmung nicht verlangsamen, werden wir unter extremen Wetterereignissen wie Dürren, Hurrikanen, Überschwemmungen und Hitzewellen leiden, die menschliche und wirtschaftliche Verluste verursachen werden. Große Ökosysteme, wie das Grönland-Eisschild oder das Amazonas-Regenwaldsystem könnten kollabieren.“

J
Jochen Mextorf
23.11.202507:16 Uhr

Die Energie liefert die Sonne, nicht das Kohlenstoffdioxid. Henrik Svensmark weiß mehr.

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