Messerangriff in Buchholz: 30-Jähriger lebensbedrohlich verletzt
Die Beamten fanden am Tatort unter anderem eine Schreckschusswaffe. Foto: Marcus Brandt/dpa
Als die Polizei zu einem Streit zwischen drei Männern nach Buchholz ausrückt, findet sie zunächst nur Blutspuren und eine Schreckschusswaffe. Das war passiert.
Buchholz. Am Donnerstag meldeten nach Angaben der Polizeiinspektion Harburg gegen 17 Uhr mehrere Zeugen Schussgeräusche und eine körperliche Auseinandersetzung zwischen drei Männern in der Richard-Schmidt-Straße in Buchholz.
Als Polizeibeamte kurz nach dem Notruf eintrafen, waren weder die Personen noch die benannten Fahrzeuge vor Ort. „Die Beamten konnten allerdings Blutspuren und eine Schreckschusswaffe sicherstellen“, so Polizeioberkommissar Jan Krüger.
Täter wird identifiziert - und stellt sich am Abend
Wenig später trafen sie zwei der drei Beteiligten im nahegelegenen Krankenhaus an. „Ein 37-jähriger Mann war offenbar durch Messerstiche leicht verletzt worden, sein 30-jähriger Bruder hatte schwere bis lebensbedrohliche Verletzungen erlitten“, so Krüger.
Der mutmaßliche Täter der Auseinandersetzung war zunächst flüchtig. Im Laufe der weiteren Ermittlungen konnte dessen Identität festgestellt werden. Bei der Durchsuchung seiner Wohnanschrift wurde er nach Angaben der Polizeiinspektion Harburg nicht angetroffen. „Der 41-jährige Mann erschien im Laufe der Nacht auf der Dienststelle und wurde vorläufig festgenommen“, sagt Krüger.
Der Zustand des schwer verletzten 30-jährigen Mannes ist nach einer Notoperation stabil. Die Polizei hat vor Ort zahlreiche Spuren gesichert und erste Zeugen befragt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zu weiteren Details dauern an. (tom/pm)
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