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Gesundheit

Entscheidung über Alzheimer-Medikament in EU verzögert sich

Entscheidung über die Zulassung für Medikament zur Behandlung von Alzheimer-Patienten verzögert sich. (Archivbild)

Entscheidung über die Zulassung für Medikament zur Behandlung von Alzheimer-Patienten verzögert sich. (Archivbild) Foto: Lutz Kracht/MPI/dpa

Allein in Deutschland leben mehr als eine Million Menschen mit Alzheimer. Einigen davon könnte das Medikament Lecanemab helfen. Die Entscheidung über die Zulassung verzögert sich aber.

Von dpa 23.01.2025, 23:08 Uhr
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Brüssel. Die Entscheidung über eine Zulassung für die erste Alzheimer-Therapie in der EU verzögert sich. „Ein Mitgliedstaat stellte Fragen zur Bewertung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA und zum Entwurf der Kommissionsentscheidung“, teilte die EU-Kommission auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Daher sei das sogenannte schriftliche Verfahren beendet worden, und es werde eine Sitzung zu dem Vorhaben organisiert. 

Die europäische Arzneimittel-Behörde EMA hatte Mitte November grünes Licht für die erste Alzheimer-Therapie in der EU gegeben. Die Europäische Kommission muss die Entscheidung aber noch unter Beteiligung der EU-Staaten absegnen. Normalerweise soll das innerhalb von gut zwei Monaten geschehen. Bis wann eine Entscheidung aber nun voraussichtlich getroffen wird, teilte die Kommission zunächst nicht mit. 

Konkret empfahl die EMA die Zulassung des Antikörpers Lecanemab zur Behandlung von leichter kognitiver Beeinträchtigung (Gedächtnis- und Denkstörungen) oder leichter Demenz in einem frühen Stadium der Alzheimer-Krankheit für bestimmte Patienten. 

In den USA bereits zugelassen

Der Antikörper, der seit Anfang 2023 bereits unter dem Handelsnamen Leqembi in den USA zugelassen ist, soll das Proteinfragment beta-Amyloid (Aß) aus dem Gehirn entfernen. „Amyloid ß steht vermutlich am Beginn einer Kaskade der neuronalen pathologischen Veränderungen im Gehirn“, sagte Jörg Schulz von der Uniklinik Aachen und Sprecher der Kommission „Demenz und Kognitive Störungen“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). 

In Deutschland sind etwa eine Million Menschen von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Der nun empfohlene Antikörper Lecanemab bessert die Symptomatik nicht, sondern soll lediglich das Fortschreiten der Krankheit bremsen. Empfohlen wird er daher nur für Betroffene im frühen Stadium der Erkrankung.

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